Was sich ab 2017 in der Zeitarbeit ändern soll

von Prokontex Personalberatung in Blog 28/10/2016 96 Kommentare

Im Februar 2016 wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein „Diskussionsentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetze“ vorgelegt. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Version ihres Vorgängers  vom November 2015, die die Bundesregierung nicht zuletzt wegen der laut gewordenen Kritik am ersten Entwurf ausgearbeitet hat. Dazu wollen wir Sie kurz über die wichtigsten Punkte der aktuell vorgesehenen Änderungen bei der Arbeitnehmerüberlassung informieren.

1,2,3,… Jahre – Wie lang darf entliehen werden?

Hier soll es eine zeitliche Begrenzung geben. Demnach darf eine Zeitarbeitnehmerin bzw. ein Zeitarbeitnehmer nicht länger als 18 Monate an den gleichen Kunden überlassen werden. Es ist dabei unerheblich, ob das Zeitarbeitsunternehmen gewechselt wird. Da die Entleihung personenbezogen ist, läuft die Frist damit auch weiter, wenn der Zeitarbeitnehmer  von einem anderen Zeitarbeitsunternehmen an das gleiche Kundenunternehmen entliehen wird. Ausnahmen gibt es jedoch bei entsprechenden tariflichen oder betrieblichen Regelungen. Hier wird beispielsweise unterschieden, ob ein Kundenunternehmen tarifgebunden ist oder nicht.

Findet eine Unterbrechung zwischen den Einsätzen im selben Kundenunternehmen von unter sechs Monaten statt, weil der Arbeitnehmer bspw. zwischendurch bei einem anderen Kunden eingesetzt wurde, so kommt es dennoch zu einer Anrechnung der bisherigen Einsatzzeit.

Missachten Unternehmen die Überlassungshöchstdauer, sieht der neue Entwurf harte Konsequenzen vor, die zu Geldbußen von bis zu 30.000€ führen können.

Mitarbeiter gleich Mitarbeiter? – Gleichstellungsgrundsatz Zeitarbeit

Zeitarbeitnehmer dürfen im Hinblick auf die wesentlichen Arbeitsbedingungen nicht schlechter gestellt sein, als ein vergleichbarer Arbeitnehmer des Kundenunternehmens ( sog. Equal Treatment ). Dies soll auch zukünftig so bleiben. Genauso, wie die Möglichkeit zur Abweichung, wenn das Zeitarbeitsunternehmen unter einen geltenden Tarifvertrag der Zeitarbeit fällt oder auf diesen in seinen Arbeitsverträgen Bezug nimmt.

Neu soll laut des Entwurfes aber sein, dass in Hinblick auf das Arbeitsentgelt eine Gleichstellung mit einem vergleichbaren Arbeitnehmer des Kundenunternehmens nach spätestens neun Monaten erfolgen muss ( sog. Equal Pay )- unabhängig davon, ob eventuell abweichende tarifliche Regelungen bestehen. Kommt hingegen ein Branchentarifvertrag zur Anwendung muss eine solche Anpassung an die Einsatzbranche erst ab dem 16. Monat erfolgen.

Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. ( iGZ ) kritisiert hierbei u.a. die „fehlende Definition von Equal Pay“ und einer kaum bis nicht realisierbaren Administration nach dem neunten Monat, wenn kein Branchentarifvertrag angewendet wird.

Wer ist der Arbeitgeber? – Verbot des Kettenverleihs

Der sogenannte Kettenverleih ist unzulässig und soll klar gesetzlich verboten werden. Hierbei geht es darum,  dass nur der tatsächliche Arbeitgeber einen Zeitarbeitnehmer auch überlassen kann. Bisher gab es Kritik an der teilweise nicht ganz eindeutigen Formulierung im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Ein Verstoß gegen das Verbot soll mit bis zu 30.000 € Geldstrafe geahndet werden.

Wer genau wird verliehen? – Verbot der verdeckten Arbeitnehmerüberlassung

Für Verträge soll zukünftig gelten, dass diese auch als Arbeitnehmerüberlassungsverträge klar und deutlich gekennzeichnet werden müssen. Das Ziel ist die Verhinderung von als Werkvertrag bezeichneten Verträgen, die eigentlich Arbeitnehmerüberlassungsverträge sind. In Zukunft wird immer wichtiger werden, beide Vertragsarten deutlich voneinander abzugrenzen. Zudem muss u.a. der Name des jeweiligen Zeitarbeitnehmers konkret vor der Überlassung angegeben werden.  Die alleinige Angabe von Qualifikationen und dem Einsatzbereich sei zu unspezifisch und soll zukünftig nicht mehr ausreichend sein.

Auch hier kann ein Verstoß zu Geldbußen im unteren fünfstelligen Bereich oder zur Unwirksamkeit des Vertrages führen. Im zweiten Fall könnte zudem ein Arbeitsverhältnis zum Kunden per Gesetz entstehen.

Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassungsvertrag? – Informationspflicht des Arbeitgebers

Das Zeitarbeitsunternehmen ist zukünftig dazu verpflichtet, seinem Mitarbeiter mitzuteilen, dass dieser im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung angestellt wird. Der Mitarbeiter weiß dadurch, ob er sich aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung befindet oder ob ein Werkvertrag für seine Arbeitsleistung geschlossen wurde. Mit dieser Regelung soll die eindeutige Abgrenzung vom Werk- zum Arbeitnehmerüberlassungsvertrag noch einmal verdeutlicht werden.

Bußgeld im Streikfall – Einsatzverbot von Zeitarbeitnehmern in bestreikten Betrieben

Im Manteltarifvertrag des iGZ gibt es zwar bereits eine sogenannte Streikklausel, allerdings richtet sich diese an die Zeitarbeitnehmer, nicht aber an die Entleiher. Der neue Gesetzesentwurf sieht nun vor, dass auch Kundenunternehmen keine Zeitarbeitnehmer im Streikfall beschäftigen dürfen – unabhängig davon, ob der Leiharbeiter bereits vor dem Streik an das Unternehmen überlassen wurde.  Bei Verstoß winken dem Unternehmen dann sogar bis zu 500.000 € Bußgeld.

Schwellenwerte erreichen – Zeitarbeitnehmer zählen mit

Weiterhin soll nun generell gesetzlich geregelt werden, dass auch Zeitarbeitnehmer, die im Normalfall dem Kundenunternehmen angehören, ebenso mitzuzählen sind. Dies bezieht sich auf die Berechnung von sogenannten Schwellenwerten bei den Mitbestimmungsgesetzen. Zeitarbeitnehmer können damit z.B. Einfluss auf die Größe von Mitarbeitervertretungen in den Unternehmen haben.

Ab wann treten die vorgesehenen Änderungen in Kraft?

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um einen Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der laut dem iGZ noch viel Verbesserungspotenzial aufweist. Ob und in welcher Form aus dem Entwurf eine tatsächliche Gesetzesänderung wird, entscheidet sich bis zum 01. Januar 2017. Dann soll das Gesetz in Kraft treten. Sobald es Neues dazu gibt, lesen Sie es auf unserem Blog.

+++ UPDATE Mai 2016+++

Nach dem Koalitionsgipfel der Bundesregierung am 10. Mai 2016 mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, wurden u.a. die folgenden Punkte hinsichtlich der Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes entschieden:

  • Die Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten ist beschlossene Sache. Abweichungen auf 24 Monate und mehr sind in bestimmten Fällen und durch entsprechende Vereinbarungen dennoch möglich – auch für nicht-tarifgebundene Unternehmen.
  • Der Unterbrechungszeitraum in Hinblick auf Equal Pay und die Überlassungshöchstdauer wird von sechs auf drei Monate verkürzt.
  • Maßgeblich für die Berechnung der Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten als auch des Anspruchs auf Equal Pay nach neun Monaten, sind erst jene Zeiten nach dem Inkrafttreten der überarbeiteten Version des Gesetzes (Stichtagsregelung). Sollte es zu Verzögerungen kommen, könnte es sein, dass das Gesetz nicht wie geplant am 01.2017 sondern erst ab dem 01.07.2017 in Kraft tritt.
  • Auch sollen Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer künftig beim Erreichen von Schwellenwerten mitgezählt werden – vorausgesetzt sie sind länger als sechs Monate im Einsatzunternehmen beschäftigt.
  • Generell soll gelten, dass Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer auch in bestreikten Einsatzunternehmen beschäftigt werden dürfen, sofern sie keine Aufgaben von Streikenden

Kritik seitens Verbänden und Dienstleistern der Branche gibt es jedoch weiterhin u.a. für die fehlende Definition von Equal Pay sowie die drohenden, teilweise sehr hohen Bußgelder und  Strafen, die bis zum Verlust der Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis führen können.

+++ UPDATE Oktober 2016+++

Die Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes treten nicht wie geplant schon zu Jahresbeginn am 01.01.2017, sondern erst drei Monate später, zum 01.04.2017 in Kraft.

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96 Meinungen zu “Was sich ab 2017 in der Zeitarbeit ändern soll”

  1. das so ein Gesetz kommen soll ist ja schonmal super, aber das alles bringt nix wenn keiner da ist der auch überprüft ob die zeitarbeitsfirmen sich auch an die gesetze halten.

    1. Hallo Ronny,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Bei dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) ist es so, dass Personaldienstleister der Überprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit unterliegen, die das AÜG durchführt. Daher gibt es immer wieder Kontrollen bei den Personaldienstleistern durch die Bundesagentur für Arbeit, die dann natürlich auch die ordnungsgemäße Umsetzung der Neuregelungen prüfen wird. Zusätzlich arbeitet die Bundesagentur für Arbeit eng mit der Zollverwaltung zusammen, mit der sie auch gemeinsame Prüfungen durchführt.

    2. Als Vertriebsdisponent eines erfolgreichen mittelständigen Personaldienstleistungsunternehmens bleibt zu erwähnen, dass die wenigen die seriös arbeiten, zu wenig profitieren von diesen „Kontrollen“. Entweder werden dringende Verdachte auf unrechte Arbeitsweisen eines Dienstleisterst zu selten von seitens Zeitarbeitnehmern gemeldet, oder die Kontrollen finden zu selten statt, es wäre ein enormer Wettbewerbsvorteil für uns wenn zumindest einmal pro Jahr diese Kontrollen unangekündigt durchgeführt werden würden. Dann würden die kleineren Dienstleister schneller die Grätsche und Platz für maßgeregelte und gut organisierte Dienstleister schaffen.

      Im Übrigen ist ein Dienstleister immer nur so gut wie seine Kunden mit denen es zusammenarbeitet. Sehe ich einen Arbeitsplatz den ich für mich persönlich als unzumutbar einschätze, schicke ich keinen fremden Menschen dorthin um ihn dort arbeiten zu lassen, ganz gleich wieviele Menschen es gibt, denen es nichts ausmachen würde dort zu arbeiten. Andernfalls brauchen wir als Deutsche nicht über die Arbeitsbedingungen anderer Länder die Nase zu rümpfen.

    3. na toll damit habt ihr uns echt in eine Scheiss lage gebracht.Weil unsere Firma gibt keine Festvertrräge ,dass heisst wir dürfen alle nach 18 monaten gehen und er holt sich neue.Super toll.

    4. Hallo Sonja,

      der „Dank“ gebührt hier dem Gesetzgeber. Auch wir sehen, wie bereits mehrfach erwähnt, der Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten eher skeptisch entgegen.
      Auch wenn bei uns die meisten Einsätze i.d.R. unter den 18 Monaten liegen, so bringt diese Gesetzesänderung für viele Betroffene deutliche Nachteile mit sich.

    5. Dieses Gesetz ist doch nur gut für die Verleihfirmen! Am 30.9.2018 müssen die Arbeitnehmer ihre Firmen in denen sie treilweiße Schon seit Jahren arbeiten verlassen, für Mindestens 3 Monate. Wenn der Verleiher eine ander möglichkeit der Unterbringung hat, fallen die Branchenzuschläge weg, wenn keine möglichkeit besteht wird man Arbeitslos. nach 3 Monaten kann dann der Arbeitnehmer wieder ,wenn er glück hat , bei der Firma anfangen aber ohne die Zuschläge. Meine Frau ist seit 3 Jahren in der Firma und ihr gefällt es dort, sie hat gestern mitgeteilt bekommen das sie spätestens zum 30.9.2018 dort raus muss. Alles was wir uns ind 28 jahren ehe aufgebaut haben wird durch den Minderverdienst von ca 400,-€ in gefahr kommen Danke das ich in meinem Alter mir sorgen um unsere Zukunft machen muss.

    6. Ich bin jetzt schon seit 2010 in der Leiharbeit und auch beim gleichen Kunden nun müssen wir die schon seit 2010 dort arbeiten um unseren Job bangen da wir eh nicht übernommen werden ich finde das Gesetz absolut unnötig denn wenn es nach 18 Monaten Schluss ist sitzen wir auf der Straße also wehm soll das Gesetz nutzen

    7. Zeitarbeit sollte grundsätzlich verboten werden, denn es moderne Sklaverei oder besser nicht die verwerflichste Art der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.
      MfG Olaf Kirste

  2. Arbeiten bis zum Umfallen und wenn ein Arbeitsunfall passiert schauen die weg ! Auch noch nachweisen das vorsätzlich gemacht wurde ?,Mir fällt da Amtsgericht ein ! In Deutschland wird betrogen bis zum geht nicht mehr ! Wir gehen arbeiten um zum Überleben die oberen gucken zu und am Ende sind wir die blöden Steuerzahler !

    1. Hallo Yildo,

      wir können Ihre Sichtweise absolut verstehen, oft bekommt man genau dieses Gefühl. Sicherlich gibt es viele „schwarze Schafe“ in unserer Branche, die uns selbst das Leben schwer machen. Als Personaldienstleister der ausschließlich im kaufmännischen Bereich Mitarbeiter beschäftigt, begrüßen wir die neuen Gesetze ab 2017.

      Aber wie so oft im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile. Wir konnten schon sehr vielen Menschen den Wiedereinstieg bzw. Einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Wichtig ist, dass man sich gut über die Unternehmen informiert und genau prüft, mit wem man eine Vertragsbindung eingeht.

    2. das gesetzt ist doch sehr gut , nun müssen die firmen nach neu monate die lohn höher machen so das er bis zum 15 . monata genau so hoch ist wie bei Festangestellten. und danach übernommen werden, was aber keine firma macht , und da st die Lücke, wenn die zeitarbeiter gehen müssen dann solte diese firma auch keine zeitarbeiter mehr bekommen von der leihfirma also von der selben leihfirma dann müssen sie ja einstellen . ich kenne viele die arbeiten schon jahre als leiharbeiter bei einer firma und das für 8,80€

    1. Hallo Marco,

      mit Zeitarbeit bei BMW haben wir leider keine Erfahrungen.
      Wir sind jedoch in der Vermittlung und Überlassung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im kaufmännischen Bereich, im Großraum München und Berlin, tätig.
      Falls dies für Sie interessant ist, dann können Sie uns jederzeit gern Ihre Bewerbungsunterlagen zukommen lassen.

  3. „Demnach darf eine Zeitarbeitnehmerin bzw. ein Zeitarbeitnehmer nicht länger als 18 Monate an den gleichen Kunden überlassen werden“
    Ich bin schon seit 2,5 Jahren bei einem Unternehmen beschäftigt. Wenn das Gesetz am 01.01.17 kommt, beginnen die 18 Monate von vorne ? Oder werden die 2,5 Jahre dann schon angerechnet? Muss mein Dienstleister mir eine andere Stelle anbieten / suchen?

    1. Hallo Daniel,

      danke für Ihren Kommentar.
      Tatsächlich ist es so, dass das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) nun erst zum 01.04.2017 inkrafttreten wird. Ab dann beginnen auch die Fristen zu laufen.

  4. Für meine Kollegen und mich besteht die Frage ,:“ Was mit uns geschieht, zwei von vier Leuten sitzen seit fast sieben Jahren auf dem gleichen Platz und die beiden Anderen sin nun 20 und 11 15 Monate dabei.
    Ich lasse mich überraschen was der Entleiher daraus macht.

    1. wie lange voher muss der Arbeitnehmer Bescheid bekommen ober er das angepasste Gehalt bekommt, ob er übernommen wird oder gefeuert?

  5. Hallo zusammen,

    ob Zeitarbeit oder Werkvertrag, beides wird von den meisten Unternehmen missachtet. Ich hab selbst 2 Jahre im Werksvertrag und nun 5 Jahre als ANÜ-ler bei einem Autokonzern gearbeitet. Obwohl ich immer gelobt werde und das entsprechend bezahlt wird, hab ich keine Lust mehr auf diese Unsicherheit. Arbeite aktuell noch einem namenhaften Automobilhersteller!

    Die Leiharbeit (Werk/Anü ist für mich das Gleiche, da der Kunde nicht unterscheidet) wurde eingeführt, damit Langzeitarbeitslose ins Arbeitsleben wieder integriert werden oder Lastspitzen abzudecken, diese Aspekt haben viele vergessen. Meine Lastspitze dauert nun 7 Jahre! Und so geht es mit ca. 8000 externe Kollegen einem Gelände! Imverhältnis 4000 interne Kollegen!

    Ich kenne kaum einen zwischen 20-40 Jahren der eine Festanstellung hat. Die Masse ist über ein Dienstleister angestellt. Was macht ein Dienstleister für seine Mitarbeiter? Die Kohle abzweigen. Nur damit es alle mal mitbekommen was ein Dienstleister verdient! Vom Kunden erhält dieser idR min. 2,1 Fache deines Gehaltes. Für was?

    Leider ist die Realität eine andere, zum Jahres Ende darf man ganz haben, ob der Vertrag verlängert wird oder nicht. Hab es schon mehrfach bei Kollegen erlebt, denn am letzten Arbeitstag mitgeteilt würde, das eine Zusammenarbeit für das kommende Jahr aufgehoben wird. Man hätte das auch früher sagen können, sodass man sich vielleicht vorbereiten könnte!

    Egal, ich bin der Meinung, die Leiharbeit wahr und ist ein Fehler, da diese Missbraucht wird von den Unternehmen. Eine Beschränkung von 18 Monaten sollte auf maximal 6 Monate reduziert werden. Equal Pay, dass ich nicht lache!

    Wir bekommen maximal den Tarif! Equal Pay heißt gleiches Bezahlung!

    Fangen wir mal an!
    – mein 13 Gehalt fehlt
    – meine Ausschüttung fehlt
    – arbeite für 2 Kollegen mit und mein Job bekomm nur ein Gehalt
    – bekomm sogar eine schlechtere Einstufung wie meine beiden Internen Kollegen, wo ich alles mach! Der Gruppenleiter und Abteilungsleiter haben mich sogar gebeten diesen beiden Bildzeitungsleser unter die Arme zu greifen! Wo jetzt die Arbeit ansteht, sind die beiden zufällig krank. Ich kann es mir in der heißen Phase nicht leisten krank zu werden, sonst werde ich gefeuert!
    Also schlepp ich mich mit 39 Grad auch die Arbeit und halte mich mich mit Medikamenten über Wasser!

    Richtig wäre es, dass die externen Kollegen ein höheren Gehalt bekommen, da diese ein höheres Risiko tragen. Ein Aufschlag von 25% plus alle Zulagen der Internen Kollegen halte ich für Sinnvoll. Nur so wird ein Missbrauch vorgebeugt. Da wir alle die Lastspitzen seit Jahren tragen, sollte die paar zusätzlichen Euros kein Problem sein.

    Also Missbrauch ist werde in Werksverträgen noch im ANÜ-Verträgen vorhanden, solange man die Augen zuhält.

    Schade ist nur, dass ich eine Familie gründen will, da mir ein wenig Sicherheit fehlt, trau ich mich nicht! Leider kann das kein Mensch verstehen, der nicht jeden Monat um sein Job Angst hat. Wir haben zuwenig Kinder in Deutschland? Vllt auch ein Grund, warum sich Eltern entscheiden keine Kinder zu bekommen.

    Dienstleister (die großen sind die schlimmsten) müssen abgeschafft werden. Die Wirtschaft nimmt das Angebot gerne an und schiebt die Verantwortung weg. Und unsere Politiker tun so, ob das Problem nur wenige betrifft. Leider ist das mittlerweile ein wesentlicher Teil der Bevölkerung. Ziehen sie bitte die Staatsbediensteten ab und es wird Ihnen das Wasser im Halse stecken bleiben!

    Ich hab keine Lust mehr mitzuspielen!

    Ein Burkaverbot wird schnell eingeführt, warum dauert das neue ANÜ Gesetzt so lange…..natürlich müssen lange verhandlungen über Jahre geführt werden. Kein wunder, dass die Bevölkerung den Politikern keine Beachtung mehr schenkt. Nur alle 4 Jahre erinnern sich die Politiker an den Wähler, sonst ist er nur lästig.

    Wo ist eine Partei, die wirklich die Interessen nur in Massen die Arbeitende Bevölkerung vertritt. Wo ist ein Volksvertreter, der ein Arbeiter vertritt.

    Also das neue Gesetzt ist eine Mogelpackung. Meine Kunde/Arbeitgeber hat schon Entwarnung gegeben, er müsse mich gottseidank nicht einstellen, sonst könnte er seine Ziele für dieses Jahr nicht erreichen! DAX Unternehmen sind halt verzielt! UPS, das hätte ich nicht hören sollen. Mal sehen, was passiert, wenn ich mein Urlaub mit meiner Kündigung in der Urlaubssperrzeit einreiche.

    Viele Grüße
    Markus

    1. Hallo Markus,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen und interessanten Kommentar, in dem sich sicherlich so einige wiederfinden werden, die ganz ähnliche Ansichten und Bedenken haben.
      Uns ist durchaus bekannt, dass es schwarze Schafe in der Branche gibt und das Instrument der Zeitarbeit ausgenutzt wird. Daher hoffen auch wir, dass sich durch das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz einige Punkte verbessern werden und so der Missbrauch von Leiharbeit deutlich reduziert werden kann.

    2. Hallo zusammen,

      das neue ANÜ Gesetzt ist eine Mogelpackung. Es wird sich nichts ändern. Warum auch, die Unternehmen haben so eine WINWINWINWIN Situation für sich geschaffen. Wenn ein Kollege ausgebrannt ist, wird dieser kurzer Hand ausgetauscht. Und die Qualität der Arbeit leidet darunter, aber es wird immer auf die externen Kollegen geschaut, dass die sich selbst einarbeiten sollen! …..

      Sie sagen es gibt ein paar schwarze Schafe, meine Erfahrung ist eine andere. Alle Dienstleister sind schwarze Schafe und diese Nutze die (Macht-) Position gnadenlos aus. Wer nicht Linientreu ist wird gefeuert. Es werden immer geleistet Stunden unterschlagen, sodass ich immer eine eigene Stundenliste führen muss. Hab 5 Dienstleister in 7 Jahren und kann nur eines sagen, die sind alle Dreck!

      Wie gesagt, es sind die großen namenhafte Dienstleister mit jeder Menge gekauften Preisehrungen ….“Bester Arbeitgeber“…blablabla….

      Die Passage ist ein kleiner Hinweis, warum das Gesetzt sinnlos ist:
      „Abweichungen auf 24 Monate und mehr sind in bestimmten Fällen und durch entsprechende Vereinbarungen dennoch möglich – auch für nicht-tarifgebundene Unternehmen.“

      Das bedeutet wie immer, die Unternehmen haben dann jede Menge „entsprechende Vereinbarungen“. Jetzt mal im ernst, ich bin kein Jurist, aber dieses Passage muss gestrichen werden. Keine Ausnahmen und keine Sonderregelung.

      Der ganze Dienstleistungssektor ist von Arbeitgebern für Arbeitgeber erstellt worden. Die Novelle des Gesetztes ist wieder von Arbeitgeber für Arbeitgeber. Und auch hier die kritische Frage, wozu brauchen wir Volksvertreter, wenn das Gesetzt von den Lobbyisten erstellt.

      Die Demokratie hat im Neokapitalismus keine Chance zu überleben, da hier eine klare Marschrichtung von der Wirtschaft vorgegeben. Vllt kommt ein Volksvertreter zufällig auf dieser Seite vorbei, Demokratie heißt, einem Volksvertreter wird auf Zeit eine Politische Macht verliehen, damit dieser im Sinnes des Volks handelt.

      Wacht bitte alle auf und lasst die 60/70iger wieder aufleben. Diese AFD Spinner sind nichts für mich, aber die Volksparteien haben leider auch versagt. Die grünen kein Stück besser! Was nun?

      Werde weiterhin zu Wahl gehen, aber nur nach dem Prinzip das kleinste Übel!

      Das Gesetzt ist ein Witz.

      Schönen Abend noch.

      Viele Grüße,
      Markus

  6. Hallo,

    meinem Vorredner kann ich nur zustimmen. Ich bin 33 Jahre alt und habe 2 Kinder. Trotz eines guten Abiturs und einer fundierten Ausbildung bei einer namhaften Privatbank, befinde ich mich seit 3 Jahren in der Zeitarbeit. Nun bin ich zum 2. mal bei einer seriösen Bank im Einsatz, da die Stammbelegschaft regelmäßig krank ist und eine hohe Nachfrage an den Produkten existiert. Eine Übernahme ist faktisch unmöglich, obwohl ich mehr leiste und wesentlich zuverlässiger bin als die Festangestellten. Als „Aushilfe“ bin ich nicht ewig hier, das ist bekannt. Der Kunde macht mir klar, dass ich mehr leisten muss als andere und ein hohes Maß an Engagement zeigen muss, um weitere 6 Monate beschäftigt zu werden – halt bis die 2 Jahre um sind und ich eh gehen darf/muss.

    -ich bekommen kein 13. Monatsgehalt
    -habe weniger Urlaub (Heilig Abend u. Silvester muss ich zudem Urlaub nehmen)
    -keine Gewinnausschüttung
    -keine Sicherheit
    -keine betr. Altersvorsorge etc.
    -lediglich Urlaubs- und Weihnachtsgeld i.H.v. 150 € (Brutto).
    -Meine Zulagen sind Einsatzbezogen, d.h. bei neuem Einsatz fange ich wieder bei Null an.
    -Ich darf nicht in die Tiefgarage und bekomme keine Vergünstigung in der Kantine.
    -Jobticket? Fehlanzeige!

    Mein monatliches Netto beläuft sich auf ca. 1.550,00 Euro. Meine Frau verdient mehr als Erzieherin.

    Das Arbeitsklima ist eigentlich sehr gut. Jedoch fühlt man, wenn man nicht den Respekt erhält wie festangestellte Mitarbeiter (fachlich) – Mein Wort zählt halt weniger, bin ja auch nur die Aushilfe.

    Meine Zeitarbeitsfirma teilte mir mit, dass es eh wieder Lücken im neuen Gesetzesentwurf geben wird. Ich fragte lediglich, ob mein Einsatz nach 18. Monaten definitiv beendet sei.

    In den 3 Jahren war ich kurzfristig 1 Monat ohne Einsatz. Diesen Monat musste ich 2 Wochen Urlaub nehmen und 2 Wochen mit einem Teil meiner Überstunden begleichen.

    Klar bin ich froh einen Job zu haben, jedoch ist das nicht mein Anspruch. Im Bankensektor die gewünschte Stelle zu finden ist nicht einfach.

    Es wäre schön wenn sich etwas ändern würde, aber das glaube ich erst wenn ich meine Gehaltsabrechnung sehe.

    LG

    1. Hallo Veritas,

      auch Ihnen besten Dank für Ihren Kommentar.
      Die Problematik der teilweise langen Einsatzzeiten ist uns natürlich bekannt und in der Praxis üblich. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein.
      Als Personaldienstleister im hochqualifizierten kaufmännischen Bereich ist es bei der Prokontex GmbH jedoch so, dass die meisten Einsätze i.d.R. kaum länger als neun Monate andauern und häufig auch zu einer Übernahme bei unseren Kunden führen. Natürlich kann es sein, dass ein Einsatz nicht mit einer Übernahme endet, oder weiter verlängert wird, aber dennoch kann die Zeitarbeit auch immer ein Chancengeber sein.
      Wir hoffen daher, dass Ihnen die gesammelte Berufserfahrung auf Ihrem beruflichen Weg weiterhilft und sich weitere Chancen für Sie auftun.

      Da die Prokontex GmbH in München und Berlin sowohl in der Arbeitnehmerüberlassung als auch in der Direktvermittlung tätig ist, können Sie uns selbstverständlich jederzeit gern Ihre Bewerbungsunterlagen (bewerbung@prokontex.de) zukommen lassen oder sich direkt auf einen unserer Jobs (www.prokontex.de/jobs-muenchen-berlin/) bewerben.

    2. der einfachte weg ist doch die zeit firmen alle abschaffen , dann müssen die firmen ja wieder fest einstellen . sonst gehen die ja alle pleite , also das ist der richtige weg und nicht leute ausbeuten wi das alle firmen machen zeitarbeit heiß gleich menschen 3. klasse

  7. hallo und zwar wollte frahen ob das gesetz auch bei BMW dingolfing zählt ich verdien schnittlich 1.700-1.800 und bin 1jahr und 2 monate dabei wir als leihwerker machen des arbeit genauso wie festeingestellte des idt einfach misstbrauch an alle leihwerker ich fonds nicht normal es sind lrute die sind von 6-15 jahre dort arbeiten als leihwerker und werden immernoch nicht eingestellt ich weis es geht an die personalwesen ab die wissen genau was dennen fehlt was wird im jahr 2017 geändert was des konkret als leiharbeiter wird ich bin froh das ich im BMW arbeite war mein traum aber so mit übernahme find ich übertrieben

    1. Hallo Yesil,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Generell ist es so, dass die Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes alle Zeitarbeitsunternehmen betreffen.
      Dementsprechend gelten die Änderungen auch für Ihre Zeitarbeitsfirma, über die Sie bei BMW im Einsatz sind.

  8. Wie verhält sich das, wenn ein Leiharbeiter schon jetzt länger als 18 Monate im Unternehmen beschäftigt ist? Bekommt der automatisch mit dem Gesetz mehr Geld oder muss übernommen oder gekündigt werden?

    1. Hallo Sven,

      die Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes treten erst zum 01.04.2017 in Kraft.
      Ab diesen Zeitpunkt beginnen auch die Fristen erstmals zu laufen.

  9. Hallo zusammen, im wesentlichen kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen.
    Als Leiharbeiter kämpft man gegen Windmühlen. Ich selbst habe einen Realschulabschluß, habe mitte
    der 1980er Jahre meine Ausbildung zum Großhandelskaufmann, erfolgreich abgeschlossen und danach
    fast 25 Jahre in einem mitteständischen Unternehmen im Lager und Lagerbüro gearbeitet. Der Verdienst
    war gut, es gab Urlaubsgeld und 13. Monatsgehalt, alles okay, dann wurde die Firmenleitung von den
    Söhnen (Nachfolgegeneration) übernommen, alles wurde optimiert, LEIHARBEITER wurden eingeführt
    um Unkosten einzusparen. Nach und nach wurden immer mehr Leiharbeiter geholt und im ausgleich dazu
    Stammbelegschaft abgebaut, sozialverträglich natürlich, irgendwann war mein Job auch weg, habe eine
    kleine Abfindung erhalten und Tschüss. Es folgten 7 Jahre in deren Verlauf ich von einem befristeten
    Arbeitsvertrag zum nächsten gereicht wurde. Heute bin ich selbst Leiharbeiter, arbeite seit 3 Jahren bei
    einem großen Stromanbieter, habe mir wieder einen gewissen Stand erarbeitet und der Verdienst ist auch weitestgehend okay (kein equal pay aber soweit i. O.). So jetzt kommen unsere Politiker ändern mal wieder halbherzig die Rahmenbedingungen, strecken die Brust raus und sind ganz Stolz – da seht
    mal was wir erreicht haben! Die Konsequenzen bei mir und meinen „Leiharbeiter-Kollegen“:
    Unsere Einsatzfirma hat gleich mal klar gestellt, equal pay wird es nicht geben, bedeutet in spätestens
    9 Monaten (nach Einführung des „neuen“ ANÜ Gesetzes 01.01.17 oder 01.04.17) ist Schluß – heißt
    neuer Entleihbetrieb – wegfall aller bisherigen Zulagen oder Entlassung. Wunderbar ich bin jetzt im
    50. Lebensjahr und eine Neueinstellung wird immer schwieriger, wer will denn noch die „Alten“.
    Mein Fazit: erst verliere ich meine Festanstelllung, dann arbeite ich selbst in der Leiharbeitsbranche,
    kann mich wieder etwas hocharbeiten nur um dann wieder abzustürzen!
    Irgendwie kommt man sich doch verar . cht vor und ich schätze ich bin da nicht alleine.

    Schönen Tag noch und viele Grüße an die Kollegen

    1. Hallo Thomas,

      vielen Dank für Ihren Kommentar, der die Entwicklungen der letzten Jahre ganz gut widerspiegelt und auf den Punkt bringt.
      Auch wir haben, natürlich aus einer anderen Perspektive, diese Änderungen und den Wandel von Zeitarbeit immer wieder „hautnah“ miterlebt.
      Die Änderung eines solchen Gesetzes stellt natürlich auch Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen und führt ohne Frage zu personalpolitische Umstrukturierungen, die am Ende leider oftmals auch zu Lasten der MitarbeiterInnen und/oder eingesetzten ZeitarbeiterInnen gehen.
      So schlecht ihr Ruf auch sein mag, sind dennoch viele Unternehmen aus der Zeitarbeitsbranche bestrebt, die ab 01.04.2017 geltenden Änderungen in der Zeitarbeit so gut wie möglich umzusetzen, Spielräume (auch zu Gunsten der ZeitarbeiterInnen) zu nutzen und so für alle Beteiligten möglichst zufriedenstellende Einsätze zu ermöglichen. Das dies wohl auch in der Zukunft nicht immer gelingen wird, zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre. Nichtsdestotrotz sind aber auch wir darauf gespannt, welche Auswirkungen die Änderungen des Gesetzes auf die Branche haben werden und ob bzw. in welcher Form deren Umsetzung den Arbeitsalltag für alle Seiten beeinträchtigt. Auch wenn der Weg noch ein weiter ist, so hoffen wir mal, dass sich die Politik mit ihren Verbesserungen/Verschlechterungen erst einmal zufrieden gibt und der Branche wieder Zeit und Raum für Entspannung gibt…

  10. Hallo,

    nach dem neuem Gesetz, soll Equal Pay nach 9 bzw. 12 Monaten gelten.
    Heißt das, dass ich automatisch nach 9 oder 12 Monate das gleiche Geld wie ein Festangestellter bekomme?
    Oder ist das von Branche zu Branche anders? Wissen Sie ob es auch in der Luftfahrtbranche gilt?
    Ich verstehe leider nicht viel, was in dem Paragraphen steht. Können Sie es mir bitte erklären?
    Ich arbeite nach dem Tarifvertrag BAP. Ode gilt das nicht für diesen Tarifvertrag?

    Mit freundlichen Grüßen
    Abdel Meged

    1. Hallo Abdel,

      besten Dank für Ihren Kommentar.
      Ab 01.04.2017 soll per Gesetz und unabhängig von der Branche gelten, dass Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter Anspruch auf den gleichen Lohn wie festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Einsatzbetriebes haben, also gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Equal Pay).Voraussetzung dafür ist, dass Sie neun Monate im gleichen Entleihbetrieb im Einsatz waren.
      Über Branchen-Zusatzverträge (Tarifverträge) sind jedoch Abweichungen möglich! Betroffene Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer müssen im Ausnahmefall dann aber stufenweise angepasst und spätestens nach 15 Einsatzmonaten das gleiche Arbeitsentgelt erhalten. Hinzu kommt die Möglichkeit, eine sechswöchige Einarbeitungszeit zu vereinbaren. In diesem Fall beginnen die 15 Einsatzmonate erst nach diesen sechs Wochen zu zählen und „Equal Pay“ muss erst nach 16,5 Monaten erreicht sein.

  11. Die Überlassungszeit ist auf 18 Monate festgelegt.

    Welche Gründe können dann zu einer verlängerten Überlassungszeit von 24 Monaten führen?

    Reicht es, wenn der Arbeitgeber diese Frist wünscht

    1. Hallo,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Frage zur Höchstüberlassungsdauer.
      Zum einen kann eine längere Überlassungsdauer in Tarifverträgen geregelt werden. Zum anderen, so ein Entleiher (Personaldienstleister) nicht tarifgebunden ist, kann eine Abweichung ebenso mittels Abschluss einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Allerdings muss der Entleiher hier die in seiner Branche geltenden tariflichen Bestimmungen beachten. D.h. entweder er nutzt für die Betriebsvereinbarung die in einem solchen Tarifvertrag festgelegte konkrete Überlassungshöchstdauer (auch mehr als 18 bzw. 24 Monate möglich), oder eine darin befindliche Öffnungsklausel, durch die dann aber nur maximal 24 Monate vereinbart werden können.

  12. Hallo!

    Ich arbeite seit neun Jahren in einer leiharbeitsfirma!
    Nun sollen wir aber ab dem 01.02.17 von der Hauptfirma übernommen werden.Aber mit einer Probezeit von 6 Monaten und 1 Jahr befristeten Vertrag!
    Was ist wenn ich nicht unterschreibe!?
    Von 250 Leuten wollen sie 60 im Februar über nehmen und dann die nächsten im Dezember.
    Ich möchte meinen Festvetrag nicht loswerden und habe sogar schlechtere Konditionen wenn ich es unterschreiben sollte.
    Danke

    1. Hallo Melanie,

      besten Dank für Ihren Kommentar.
      Auch solche Situationen kennen wir durchaus aus der Praxis. Zeitarbeit ist nicht so schlecht wie ihr Ruf und immer wieder gibt es Fälle, in denen durch die Übernahme in Festanstellung in das Einsatzunternehmen nicht automatisch bessere Konditionen für die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter herrschen. Folgende Alternativen, wenn Sie den Vertrag nicht unterschreiben wollen, bieten sich in Ihrem Fall:
      Es wird eine Vereinbarung getroffen, die Ihre Weiterbeschäftigung im Einsatzunternehmen über Ihre Zeitarbeitsfirma regelt. Dann bleibt alles wie bisher. Allerdings müssen dieser Vereinbarung alle drei Seiten (Sie, als Mitarbeiterin, Ihre Zeitarbeitsfirma und das Einsatzunternehmen) zustimmen. Außerdem können Sie sich vorab an Ihre Leiharbeitsfirma wenden und eventuelle Wechselmöglichkeiten in ein anderes Unternehmen besprechen.
      Wir hoffen, dass Sie eine zufriedenstellende Lösung, zusammen mit Ihrer Leiharbeitsfirma (und dem Einsatzbetrieb), finden!

    2. Hierzu mal die aktuelle Arbeitssituation. Ich habe über eine Zeitarbeitsfirma angefangen und wurde nach 10 Monaten in einen Festvertrag mit Laufzeit einem Jahr übernommen. Die Situation bei unserer Firma ist folgende: wir arbeiten 24 Monate über eine Zeitarbeit, die nur für unsere Firma einstellt. Nach Ablauf dieser Zeit werden wir über eine weitere Zeitarbeit wieder für 24 Monate weiterbeschäftigt. Nach vier Jahren hat man das erst die Möglichkeit, in einen Festvertrag übernommen zu werden.

      Einen Betriebsrat gibt es bei unserer Firma nicht, da wir ja bisher alle nur Leiharbeiter waren. Muss die Firma
      (ca. 500 Mitarbeiter) dann auch einen Betriebsrat zulassen, da wir ja dann nicht als Leiharbeiter zählen?

    3. Hallo Melanie,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Generell ist es so, dass ein Unternehmen einen Betriebsrat gründen kann – es muss jedoch nicht.
      Möglich ist die Gründung eines Betriebsrates ab einer Größe von mindestens fünf wahlberechtigten MitarbeiterInnen.
      Die gesetzlichen Regelungen sind im sog. Betriebsverfassungsgesetz geregelt. Dort zu finden sind u.a. „Schwellenwerte“, die bspw. die Größe des Betriebsrates in Abhängigkeit zur Arbeitnehmeranzahl im Unternehmen regeln.
      Im Einsatzunternehmen zählen auch ZeitarbeitnehmerInnen zur Erreichung bestimmter Schwellenwerte dazu und haben auch Mitbestimmungsrechte, wenn sie mindestens sechs Monate in diesem Unternehmen im Einsatz sind.

  13. Ich schliesse mich sehr vielen Kommentaren an,es wird von der Politik nichts endgültig entschieden wenn´s um den Arbeitnehmer geht.Für den Unternehmer läßt man viele Hintertüren auf,damit er nicht sofort viele Arbeitnehmer entläßt und die Arbeitslosenzahl steigt und die Politiker wieder schlecht dastehen.Mir scheint es heute so,die Unternehmen und Banken machen die Politik und unsere Politiker sind die Marionetten.Die uns tag täglich was vor spielen.Wir sind die Bühnenarbeiter.Aber, gäbe es keine Bühne, keine Marionettenspiele.Die Banken und Unternehmen müssten selber mit sich spielen.Auch kein Problem denn viele Politiker sitzen ja in den Aufsichtsräten dieser Banken und Unternehmen.Somit schließt sich der Spiel Kreis der Groß unternehmer und von unsern Steuergeldern bezahlter Politiker- in wieder.Man stelle sich jetzt vor es gebe keine Bühnenarbeiter mehr,wo wollen die dann noch auftreten? Keine Bühne,für was?für wenn?

  14. Hallo, steht irgendetwas in dem Gesetz das die Fristen rückwirkend gelten oder beginnen die 18 Monate Überlassungshöchstdauer erst ab 01.04.2017?

    Meine Frau ist zum Beispiel seit 10.2012 beim gleichen Unternehmen über Zeitarbeit angestellt und verdient die hälfte wie ein fest Angestellter Mitarbeiter.

    Danke im Voraus

    1. Hallo Jürgen,

      die Fristen beginnen erst ab dem 01.04.2017 zu zählen.
      Überlassungszeiten vor dem 01. April werden bei der Berechnung der Frist nicht berücksichtigt.

  15. 9Melanie sagt:
    30. November 2016 um 21:15
    Hallo!.
    Ich möchte meinen Festvetrag nicht loswerden und habe sogar schlechtere Konditionen wenn ich es unterschreiben sollte.
    Danke

    Prokontex Personalberatung sagt:
    1. Dezember 2016 um 15:55ö
    Hallo Melanie,
    bestendank…….
    Es wird eine Vereinbarung getroffen, die Ihre Weiterbeschäftigung im Einsatzunternehmen über Ihre Zeitarbeitsfirma regelt. Dann bleibt alles wie bisher. Allerdings müssen dieser Vereinbarung alle drei Seiten (Sie, als Mitarbeiterin, Ihre Zeitarbeitsfirma und das Einsatzunternehmen) zustimmen.
    MIKE SAGT:
    Und das nutzen Betriebe aus und legen Leihkräfte das als Vertrag vor .
    FREIWILLIGER VERZICHT AUF ÜBERNAHME.UNTERSCHREIBE ODER GEHE.

    DIE ANGST DER MENSCHEN AUSNUTZEN .ICH SELBST BIN KEIN LEIHARBEITER FINDE ES ABER TRAURIG WAS DER MENSCH NOCH WERT IST IN DEUTSCHLAND.

  16. Hallo,

    wie geht man mit dem Fall eines Arbeitnehmers einer Zeitarbeitsfirma um, der schon seit x-Jahren bei dieser beschäftigt ist, in drei Jahren in Rente geht und aufgrund seines langen Beschäftiguingsverhältnisses keinen AG-Wechsel mehr möchte? Wie zwingend ist dann die 18-Monate-Regel zu behandeln?

    1. Hallo Marcus,

      vielen Dank für Ihre Frage.
      Abweichungen von den 18 Monaten Höchstüberlassungsdauer sind möglich, aber nur dann, wenn es entsprechende Tarifverträge für die Einsatzbranche und zusätzlich ggf. Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen im Kundenunternehmen gibt, die eine längere Überlassungsdauer explizit regeln.

  17. Guten Morgen zusammen

    Ich bin seit 2012 in einem Automobil Unternehmen tätig. Ich bin kein Zeitarbeiter sondern in der Tochtergesellschaft des Unternehmens mit festem Arbeitsvertrag. Bei den Gehälter zwischen intern MA und Tochtergesellschaft MA gibt es drastische unterschiede, wird es da auch mit dem Satz gleiche Arbeit gleiches Geld angepasst???

    1. Hallo Murat,

      besten Dank für Ihren Beitrag.
      Die Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes beziehen sich nur auf die Zeitarbeit / Leiharbeit / Arbeitnehmerüberlassung.

  18. Wird dieses Zeitarbeitssystem auch mal ganz abgeschaft werden?????
    Sodass die Menschen sich auch wieder auf normalen Weg in einem Betrieb bewerben können, so wie es früher einmal war?

    Weil das Job Center bzw. Arbeitsamt schickt Vermittlungs Vorschläge (Vermittlungsvorschläge auch nur in Zeitarbeit) aber dann ist man trotzdem noch nicht raus vom Job Center man ist immer noch auf Staatliche Hilfe angewiesen weil das Geld nicht ausreicht.
    Wo ist da der Sinn dabei?
    Erst wenn man einen festen Job hat, kann man auch hier in dem Land Steuern bezahlen!!! Zeitarbeitsfirmen können auch gut Tricksen egal was noch für Gesetze kommen.

    1. Hallo Jennifer,

      besten Dank für Ihren Kommentar.
      Da Zeitarbeit wohl immer wichtig für die deutsche Wirtschaft sein wird, ist deren Abschaffung eher unwahrscheinlich.
      So ist Zeitarbeit durchaus sinnvoll. Ganz besonders bei der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt und dem Mangel an Fach- und Führungskräften, ermöglicht es die Zeitarbeit vor allem auch gering qualifizierten ArbeitnehmerInnen und Langzeitarbeitslosen den (Wieder)Einstieg in ein Beschäftigungsverhältnis zu finden.

  19. Nu mal Butter bei die Fische, das ganze ist ne Mogelpackung, allein schon nach 9 monaten eqp aber Höchstzeit 18 Monate, da sparen die sich in den ersten 9 Monaten noch ne Stange Geld monatlich da weniger zu zahlen ist, die zweite Hälfte zahlen sie dann halt mehr, ist aber im endefekt egal, fällt ja unter matterialkosten für den leihenden Betrieb und kann somit am ende des Jahres wieder abgesetzt werden und nach 18 Monaten nutzt man dann wie immer geschickt Gesetzeslücken die absichtlich eingebaut wurden aus, oder entläßt den Leibeigenen einfach wieder und startet das Spiel mit einer anderen Recource (das Human habe ich mal weggelassen, denn wir sind nur noch Matterial). Und das Zeitarbeitsunternehmen von der Politik so hoffiert werden ist auch klar, denn so schafft man Arbeitsplätze für die ganzen Bürokraten, oder in diesem Fall Disponenten, für die es eigentlich garkeinen Bedarf giebt, sie schaffen keine Werte, müssen aber irgendwie in Arbeit gehalten werden um die Statistiken und Arbeitslosen Zahlen nicht zu versauen. Machen wir uns nichts vor, wir arbeiten um Menschen die auf dem Arbeitsmarkt überflüssig sind einen Job zu verschaffen und für sie das Geld mit zu verdienen, da sie allein dazu warscheinlich nicht mehr im Stande wären eine ähnliche überbezahlte Arbeit zu finden.Das eigentlich Dreiste an der Geschichte ist aber, dass sich diese Disponenten noch dreist höhere Löhne gönnen wie denen, die den ihren überhupt erst verdienen. Gleiche Arbeit gleiches Geld, + Zulagen für brikäre Verhältnisse und Flexibilität, höheren urlaubsanspruch auf grund von oftmals Extrembelastungen (die Festangestellten verheizt man ja ungern mit stressigen und verbrauchenden Arbeiten)

  20. Hallo, verstehe Ich es richtig das ab 01.04.17 die Änderungen in Kraft treten?

    Bedeutet es also das Equal Pay dann erst im Dezember 2017 bzw Januar 2018 gelten würden?

    Ich bin seit Jahren an den gleichen Betrieb ausgeliehen, sollte ich nun nach 18 Monaten eine Übernahme angeboten bekommen und Ich würde diese ablehnen kann Ich dann dort weiter als Leiharbeiter bleiben? Würde dort gerne als Leiharbeiter bleiben da Vorteile beim Urlaub bzw. Freizeitausgleich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Daniel M.

    1. Hallo Daniel,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Ganz genau, die Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes treten zum 01.04.2017 in Kraft, ab dann beginnen auch die Fristen zu zählen.
      Equal Pay ist frühestens am 26.12.2017, die Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten ist frühestens am 22.09.2018 erfüllt.
      Es gibt zwar Ausnahmen bei der Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten, die diese verlängern können (z.B. auf 24 Monate, s. Kommentar von Marcus), aber auch dann muss der Einsatz mit dem Erreichen der verlängerten Überlassungshöchstdauer beendet werden.

  21. Hallo Leute es tut mir ja Leid aber ich muss über das Gesetz leider Lachen.
    Wie soll ich den heraus finden ob ich das gleiche Geld bekomme wie ein Fest Angestellter Mitarbeiter wenn doch in seinen und auch in meinen Arbeitsvertrag steht das über das Entgelt nicht gesprochen werden darf. Das ist doch ein Witz, der „Feste“ wird doch seinen Arbeitsplatz nicht riskieren und mein Verleiher wird mir auch nur mit dem Angebot kommen das jeder Mitarbeiter ersetzbar ist (um es mal freundlich aus zu drücken).

    Und was soll eigentlich noch dieser Unterschied Ost West, wenn ich zu Aldi in dem Westen einkaufen gehen kostet es auch das gleiche wie im Osten und die Steuern sind doch auch angeglichen.

    Mit freundlichen Grüßen Harry

  22. Hallo zusammen,

    das neue AÜG dürfte in der vorgelegten Form verfassungswidrig sein und zudem gegen Europarecht verstoßen.
    Es bleibt abzuwarten, ob das neue AÜG nicht bereits vor in Kraft treten vom BVerfG kassiert wird oder beim EuGH landet.

    „Es ist nicht zu erwarten, dass das BVerfG oder der EuGH auf diese Mogelpackung hereinfällt.“
    (Ulber, Das neue AÜG, AiB Ausgabe 1/2017 )

    1. Und wenn?
      Wass soll besser werden?
      Wird es so sein wie in Frankreich. Die AÜ’ler verdienen über den Stammmitarbeiter.
      M.E sollten es 100 % mehr sein. Dann würden sich die Herrschaften genau überlegen ob in ihren Betrieben die sog „Spitzen“ , das ich nicht lache, abzubearbeiten sind. In Wirklichkeit wird Gewinnoptimierung durch Lohndamping betrieben.
      Das BVerfG wird das bestimmt nicht ändern. Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus.

  23. Hallo “ Leidgenossen“
    ich selbst bin in der Zeitarbeit seit nun fast 3 Jahren.
    Die ersten 2 Jahre im Einsatzbetrieb (24 Monate Regel) . Nach diesen 24 Monaten musste ich gehen mit der Aussicht nach einer 3-monatigen Pause wieder weitere 24 Monate dort eingesetzt zu werden. Und dann ist endgültig Schluß.
    Die 3 Monate verbrachte ich im Büro des Verleihers und arbeitete dort für das vorherige Unternehmen weiter. Im Werkvertrag eben. Es dauert nun fast ein Jahr so.
    Mann ist für die Einsatzfirma nicht als Mensch existent aber deren Dreck muss man weiter abarbeiten. Eine Festanstellung ist wegen meines Alters, 59, ausgeschlossen. Das bekommt man auch unterschwellig gesagt.
    Wass solls!
    In 6 Jahren gehe ich in Rente und dan kann mich diese Gesellschaft mit ihrem Jugendwahn und selbsterfundenem Arbeitskräftemangel den Buckel runter rutschen. Ich bekomme noch einigermassen eine Rente.

    Und die Gewerkschaften?
    Ein haufen ignoranter und selbsgefälliger Handlanger der Arbeitgeber. Warum geht man hier nicht auf die Straßen. Warum klagt man nicht gegen diesen Unsinn . Meine Mitgliedschaft habe ich nach 30 Jahre gekündigt.

    Aber dennoch eine Frage:
    Ein Vereleiher beschäftigt z.B. 20 Arbeitnehmer in dem selben Betrieb – ist oft die Regel.
    Diese fangen z. B. alle am 1.04.2017 an.
    Bedeutet das, dass alle 20 – erstmal die ersten 9 Monate finanziell ausgebeutet werden und – nach 18 Monaten arbeitslos werden müssen, da der Verleiher keine anderen Einsatzbetrieb für die findet ? Hat diese Nales mit daran gedacht, dass dieses Gestez letztendlich nicht zm Schutze der Arbeitnehmer ist.
    Welch eine Pesversion , nicht war!?.

    Vile Grüße an die kommende Genaeration von Jungen „Leiharbeiter“
    Verienigt Euch und geht auf die Straße.
    Legt eure Arbeit mal nieder. Was glaubt ihr wie diese Wirtschft in die Knie gehn wird und diese Leiarbeit endlich überdacht wird.

  24. Was ich nicht ganz verstehe: Wenn jemand jetzt schon 24 Monate als Leiharbeiter arbeitet, muss er dann zum 01.04.2017 gleich fest angestellt werden? Also wenn die Einsatzfirma den Arbeitnehmer weiterhin beschäftigen möchte?

    1. Hallo Peter,

      die Fristen beginnen erst ab dem 01.04.2017 zu laufen.
      Überlassungszeiten vor dem 01. April werden bei der Berechnung der Frist nicht berücksichtigt.

  25. Hallo,
    da im BAP/DGB Tarifvertrag im Chemietarif die Entgeltgruppe 6-9 keine Branchenzuschläge erhält, ist dann Equal pay relevant? Wie erfolgt der Abgleich mit den Stammarbeitnehmern?

    1. Hallo Markus,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Generell gilt: befindet sich ein MitarbeiterInnen im Einsatz, bei dem keine Branchenzuschläge gelten, erhält dieser Equal Pay nach neun Monaten.
      Daher gehen wir davon aus, dass auch Ihnen Equal Pay ab dem 10. Einsatzmonat zusteht. Im Zweifel bitten wir Sie jedoch Ihre Zeitarbeitsfirma zu fragen, da wir selbst keine MitarbeiterInnen in Einsätze haben, bei denen der genannte TV Chemie angewendet wird. Die Informationen zur Vergütung eines vergleichbaren Stammmitarbeiters erhält die Zeitarbeitsfirma vom Einsatzunternehmen (z.B. m.H. eines ausführlichen Fragebogens).

  26. Hallo zusammen,

    ist ab 01.04.2017 der jeweilige Kundenbetrieb die erste Tätigkeitsstätte und damit nur noch die einfache Entfernungspauschale anrechenbar (wegen theoretisch max. 18monatiger Einsatzzeit)?
    Laut altem Gerichtsbeschluss kann ein Arbeitnehmer nur eine erste Tätigkeitsstätte haben (=Zeitarbeitgeber-Betrieb). Bei einem Wechsel zu einem anderen Kundenbetrieb hätten die Leiharbeitnehmer wieder einen neue erste Tätigkeitsstätte, das dem Gerichtsurteil widerspricht. Was sollen „wir“ in die Steuererklärung eintragen?

    1. Hallo Markus,

      bezüglich offener Fragen zur Steuererklärung würden wir Sie bitten, sich direkt an Ihren Steuerberater zu wenden.

  27. Super Gesetz. Wir werden alle ( ca 20 Leute) zum 31.12. gekündigt. Und dann ist noch nicht mal sicher, ob die Firma dort weiterhin tätig sein wird, so daß wir nach 3 Monaten dort wieder arbeiten können.

    1. Hallo Loki,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Wie gesagt, auch unsere Branche ist mit dem überarbeiteten Gesetz nicht glücklich, da es an einigen Stellen viel mehr Probleme schafft, die am Ende ganz klar auch auf Kosten der ZeitarbeitnehmerInnen gehen.
      Selbst wenn die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter eine längere Überlassung ausdrücklich wünscht, so müssen Einsätze nach Ablauf der max. zulässigen Höchstüberlassungsdauer beendet werden.

  28. Hallo alle zusammen,

    Ich arbeite seit Mai 2016 bei einem Kunden in der Papierbranche. Das ist ein kleines Unternehmen mit 15 Mitarbeitern. Ich habe mich schon oft mit dem Chef unterhalten, zwecks Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis bei Ihm. Er hat auch Interesse bekundet, aber meine Leihfirma möchte 4.000 € Ablöse von meinem Chef. Diese möchte und kann mein Chef nicht zahlen. Außerdem stehen noch einige Klauseln im Vertrag, die eine sofortige Übernahme verhindern. Somit wird verhindert, dass das potenzielle Unternehmen, was Interesse an dem Mitarbeiter hat, den Mitarbeiter zu übernehmen. Aber das ist ja eigentlich der Grundgedanke daran gewesen, das Arbeitslose, die schwer vermittelbar sind oder keine Ausbildung haben, wieder in Arbeit kommen und nicht wie jetzt ein reiner Sklavenhandel geworden, wo die Zeitarbeitsfirmen Geld scheffeln wie Heu und der kleine Mann auf der Strecke bleibt. Was kann in dieser Situation machen ? LG Marko

    1. Hallo Marko,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Das ist natürlich eine verzwickte Situation, die wir durchaus nachvollziehen können.
      Mit der Vermittlungsprovision sollen eigentlich Kosten abgedeckt werden, die dem Personaldienstleister bei der Vermittlung bzw. der kurz- bis mittelfristigen Überlassung entstehen.
      Allerdings ist es i.d.R. so, dass sich die Höhe der Provision mit der Dauer des Einsatzes auch verringert oder sogar ganz entfällt.
      Möglicherweise wird daher die Übernahme durch den Kundenbetrieb, wenn dieser Sie gerne direkt anstellen möchte, zu einem späteren Zeitpunkt möglich.
      Vielleicht empfiehlt sich hier ein offenes Gespräch mit Ihrer Zeitarbeitsfirma.

  29. Hallo

    Mein Mann arbeitet als Leiharbeiter schon seit mehr als 5 Jahren in eine Hessische Molkerei. Als er gefragt hat wegen die Übernahme ab dem 01.04.2017 wurde ihm gesagt das er mögliche weise erst gekündigt wird, dann kann er 6 Monate Arbeitlos machen und später dann vom selben Firma als Leiharbeiter für das selben Lohn im selben Betrieb weiter beschäftigt werden. Was für eine Miserie! Was halten Sie davon?

    1. Hallo Melinda,

      auch Ihnen vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Die Fristen für die Berechnung der Höchstüberlassungsdauer beginnen erst ab dem 01.04.2017 zu laufen. Das heißt, dass Ihr Mann durchaus noch 18 Monate (oder länger, wenn Abweichungen von der Höchstüberlassungsdauer möglich sind; siehe dazu Kommentare von Daniel und Marcus), beginnend ab dem 01.04.2017, im Einsatz bleiben kann. Danach muss der Einsatz jedoch beendet werden. Wenn er nicht vom Kundenunternehmen übernommen wird, dann kann er über die Zeitarbeitsfirma auch an einen anderen Einsatzbetrieb überlassen werden und nach drei Monaten wieder zum alten Einsatzbetrieb zurückkehren. Dann würde auch die Frist erneut zu laufen beginnen.
      Leider zeigen genau solche Fälle die Auswirkung einer solchen Gesetzesänderung und der Nachteil, der auch Zeitarbeitnehmern dadurch entsteht.

  30. Hallo, schön das es diese Seite gibt. Ich komme selbst aus der ZA Branche und wiege oft das negative mit dem positiven. Bei einigen Punkten muss ich auch schmunzeln. Bsp. ein Elektriker hat einen Mindestlohn von 10,40 € ost. Wir zahlen aber nach Tarif schon 11,14€ ost nach E4. So wer sollte nun Epual Pay machen? Aber eine Frage brennt mir noch, vielleicht können Sie mir es beantworten. Bisher gab es immer „einsatzbezogene Zulagen“, d.h. nach 9 Monaten 1,5% mehr und nach 12 Monaten 3% mehr Lohn. Wenn ich die neuen TV´s anschaue finde ich nichts mehr darüber geschrieben. Fallen diese Zulagen jetzt weg?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße Eve

    1. Hallo Eve,

      besten Dank für Ihren Kommentar. Schön zu lesen, dass der Beitrag und die Seite gut ankommen.
      Leider können wir bei Ihrer Frage jedoch nicht weiterhelfen. Vielleicht finden sich genaue Infos dazu, sobald das neue Gesetz erstmal in Kraft getreten ist.

  31. Solange in dem Gesetz steht dass der leihwerker der nach 18 Monaten gehen muss der entleiher diesen durch einen anderen ersetzen darf ist dieses neue Gesetz ein Schlag gegen die Arbeitnehmer denn dieser hat nach 18 Monaten eine Kündigung in der Tasche . Wie soll man seine Zukunft planen mir diesen Aussichten ? Haus bauen Kinder ? Usw vergesst es bei dieser unsicheren Einkünfte Aussicht . Das Gesetz ist nur zum Vorteil der Regierung ach wieviele Leute haben wir dadurch in Arbeit gebracht …. Eher getauscht aber das wird nicht erwähnt.

  32. Ich habe alle Kommentare gelesen und auch den neuen Gesetzestext, verstehe aber immer noch nicht, was es dem Arbeitnehmer bringen soll. Meine Frau 59 J. arbeitet als ZA in einer grossen renommierten Elektronikzulieferfirma in München. Derzeit verdient sie als ungelernte Kraft mehr als ich ; Handwerksmeister, aber mittl.selbstständig; in Anstellung jemals verdient habe. Jetzt hat sie noch 18 Monate zu arbeiten, macht dann 3 Monate Überstundenabbau und fängt dann wieder mit dem Grundlohn an, wenn ich das richtig verstehe. Vorausgesetzt sie wird überhaupt wieder genommen, weil sie dann 61 ist. In wieweit soll dieses Gesetz einen Arbeitnehmer schützen? Die Firma beschäftigt max. 10 % Festangestellte und wird die ZA sicherlich nicht übernehmen. Den Zeitarbeitsdienstleistern sind die Hände gebunden durch diese Regelungen. Abgesehen hiervon muss ich die mal in Schutz nehmen. Meine Frau hat schon für einige ZAUnternehmen gearbeitet und war i.d.R. immer finanziell besser gestellt als in ihren Festanstellungen.

    1. Hallo Joachim,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und die Schilderung Ihrer Sichtweise.
      Genau wie Sie, stellen auch wir uns (und sicherlich viele Andere) die Frage, inwiefern nicht die ArbeitnehmerInnen am Ende die Leidtragenden sind. Nicht allen Einsatzunternehmen ist es möglich, ZeitarbeitnehmerInnen nach dem Erreichen der Höchstüberlassungsdauer in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Es ist sicherlich ein schöner Gedanke von der Politik, dass Einsatzunternehmen ZeitarbeitnehmerInnen schneller bzw. überhaupt in ein festes Arbeitsverhältnis übernehmen. Doch leider ist dies in der Realität für viele Unternehmen überhaupt nicht realisierbar. Ebenso wird der mögliche Wunsch der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters auf Verlängerung des Arbeitsverhältnisses über die Höchstüberlassungsdauer hinaus, völlig außer Acht gelassen.

  33. Hallo zusammen,

    die Kunden werden die Leiharbeiter übernehmen, denn alle 18 Monate den Leiharbeiter zu wechseln ist nicht zielführend bzw. sehr aufwendig und zu teuer (gilt nicht für einfache Arbeiten). Diese Einsicht (beim Unternehmen) wird jedoch Jahre dauern.
    Sollte die Zeitarbeitsfirma den Leiharbeiter nach 18 Monaten kündigen, ist das nicht zulässig, denn Leerlaufzeiten sind unternehmerisches Risiko. Der Leiharbeiter hat nur seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Alle Leiharbeiter sollten eine Rechtsschutzversicherung ( ca. 100€ pro Jahr) und „einen langen Atem“ haben. Kein Leiharbeiter möchte das Leiharbeitsverhältnis verlängern, wenn ja, sollte er statt dessen Freiberufler werden oder eine eigene Firma gründen.
    Nur der Festvertrag (Sicherheit/Planbarkeit) beim „Kunden“ kann das Ziel eines Leiharbeiters sein. Laut AÜG Gesetz (seit ca.1972) ist Leiharbeit nur vorübergehend zulässig.

  34. hallo
    es geben noch zu viele lücken in denn gesetzten das kann man alles umgehen mit denn 18 monaten ich kenne eine firma die das ständig umgehen wird und zwar können die firmen ganz einfach die leute genau nach 3 monaten und 1 tag abmeldung wieder holen und die werden ganz einfach für die zeit ausgetauscht es ist alles misst man sollte die leihfirmen einfach nicht wie pilze aus denn boden wachsen lassen und wie früher die chance wieder bekommen das man selbst eingestellt wird und auch ein lohn bekommt das man nicht das geld noch vom amt aufstocken muss

  35. Hallo zusammen,

    die Entleiher werden die Leiharbeiter nach 18 Monaten übernehmen, denn ein ständiger Wechsel ist auf Dauer zu teuer und zeitintensiv bezüglich Einarbeitung (gilt nicht für einfache Tätigkeiten). Diese Einsicht wird Jahre dauern.
    Der Leiharbeiter hat nur seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Kündigungen seitens des Verleihers wegen Leerlaufzeiten sind nicht zulässig, da diese dem unternehmerischen Risiko entsprechen. Eine Rechtsschutzversicherung für ca. 100 € pro Jahr sollte ausreichen.
    3 Monate Überstundenabbau bedeuten ca. 3 x 163 Std ( bei 37,5 Std. Woche) = 489 Überstunden. Das ist nur bei einer 37,5 Std Woche oder weniger möglich und arbeitsrechtlich fragwürdig (immer 10 Std pro Tag arbeiten). Sind die Überstunden insolvenzgesichert?
    Leiharbeiter, die sich über die 18 Monate beschweren, können doch Freiberufler werden oder eine eigene Firma gründen.
    Laut AÜG Gesetz ( seit ca. 1972) ist Leiharbeit nur vorübergehend zulässig.

    Grüße Markus

  36. Was bringt mir das Gesetz bin jetzt seit 2010 in der Leiharbeit beim gleichen Unternehmen das heißt wenn die 18 Monate um sind sitze ich auf der Straße

  37. Guten Tag,

    Ich hätte eine Frage bezüglich der Leiharbeit und zwar arbeite ich seit 5 Jahren als Leiharbeiter in einer Firma, wurde dann zwischenzeitlich eine Woche abgemeldet und wurde dann aufgrund des Bedarfs wieder eingestellt und wollte wissen warum es sein kann, dass ich immer noch nicht übernommen wurde.

    Für alle Antworten bedanke ich mich im Voraus bei Ihnen.

    Liebe Grüße

  38. Hallo ihr liebe mit Menschen ich heiße Hans:
    als einzelner ist man fast nichts aber von einer Million ist man sehr viel daher sage ich als Leiharbeiter man sollte die Arbeit einfach nieder legen um zu zeigen das wir für die Politiker und die Verleiher und Entleiher nicht ihr Spielball sind. Wir haben die nie Betrogen und Beschießen, nur wir wurden die ganze zeit immer Betrogen und Beschießen und das immer noch. Solange wie wir nicht auf stehen solange werden sie uns schlagen prügeln das heißt sie werden weiter hin uns Bescheißen Belügen und Betrügen bis wir sagen jetzt reicht es. Wer soll unser Arbeitsplatzt besetzten wer die Langzeitarbeitslosen die erst nach 12 Uhr nachts schlaffen gehen und um 12Uhr erst nachmittags wieder auf stehen. Hallo wir sind noch Erwachsene Menschen wir werden doch ein Kompromiss finden wo jeder damit leben kann, aber so wie es jetzt ist glaube ich kaum. Die Politiker haben noch nie ein Arbeitsplatzt erschaffen die wissen nur wie man Gesetze macht für den normal sterblichen für die untere Zehntausend. Ich wünsch euch alles gut in die Zukunft und ein gesundes langes leben.

    MFG euer mit Mensch

  39. Hallo,
    trifft dieses Gesetzt nur auf neue Verträge zu, die ab / nach dem 01.04.2017 abgeschlossen wurden.?
    Oder trifft dieses Gesetzt auch auf meinen Vertrag zu der am 01.09.2016 abgeschlossen wurde ?
    Das sozusagen einfach ab dem 01.04 meine Frist anfängt zu laufen oder ist dafür ein neuer Vertrag nötig ?

    Grüße David

    1. Hallo David,

      das Gesetz gilt auch für bestehende Arbeitsverhältnisse.
      Fristen beginnen aber erst ab bzw. seit dem 01.04.2017 zu zählen.

  40. Hallo,

    ich habe eine Frage: Ich bin seit über 7 Jahren bei der selben Firma über eine Zeitarbeitsfirma „entliehen“. wir bekommen auch Branchenzuschläge. am 1.9.2016 wurde das Entgelt der Stammbelegschaft um 3 % erhöht. Müssen dann nicht auch unsere Branchenzuschläge um 3% erhöht werden????

    1. Hallo zusammen, glaubt nicht was die Zeitfirmen sagen!! Alle Zeitfirmen sind schon dabei neue Schlupflöcher zu suchen um das Gesetz zum um gehen, damit sie nicht nach 9 Monaten mehr Geld zahlen müssen. Die Zeitfirmen machen nur noch Verträge mit den Firmen für 9 Monate danach müsst ihr 91 Tage wo anders arbeiten dann dürft ihr wieder zurück usw. !!! Somit müssen Sie keinen mit dem Gehalt angleichen. So sieht es aus und nicht anderst,alle wo schon lange an eine Firma ausgeliehen sind,schauen jetzt in die Röhre ( außer sie werden übernommene) Gruß Roman

  41. Hallo zusammen,

    bei uns Leiharbeitern merkt man aber auch wie viel Wissen nicht vorhanden ist. Machen sie bitte einen Termin bei der Arbeitsagentur und stellen ihre Fragen dort zum neuen Gesetz. Ist kostenlos! Der Staat ist verpflichtet Ihnen Auskunft zu geben.
    Ich behaupte, dass Unternehmer von Gesetzen mehr Ahnung haben als Leiharbeiter.
    Z.B. Es taucht immer wieder der Begriff „Abmeldung“ auf. Die Zeitarbeitsfirma sagt dem Leiharbeiter, dass keine Arbeit für ihn da ist. Er ist jetzt abgemeldet. Es gibt den Begriff „abgemeldet“ im Arbeitsrecht nicht. Der Leiharbeiter macht jetzt den Fehler und bleibt zu Hause. Er stellt automatisch seine Arbeitskraft der Zeitarbeitsfirma nicht zur Verfügung. Fehler! Stattdessen muss der Leiharbeiter trotzdem zur Arbeit kommen, in das Büro der Zeitarbeitsfirma und dort 8 Std. sitzen. Danach geht er nach Hause! Wenn das Gehalt nicht gezahlt wird, gehen Sie vor Gericht mit Rechtsschutzversicherung. Danach erfolgt sowieso die Kündigung der Firma. Wenn Sie jetzt nochmal vor Gericht gehen verlieren Sie danach auch die Rechtsschutzversicherung, denn bei 2 Fällen pro Jahr kann die Versicherung Sie kündigen. Auch das weiß der Unternehmer… Leiharbeiter gehen zu blauäugig zur Arbeit. Sie gehen zur Arbeit, nicht zu Freunden.
    Gruß Markus

  42. Hallo
    Ich habe da eine Frage ?
    So wie ich das verstehe, geht es doch nur um den Missbrauch der Verleihfirma. Das heißt 18 Monate, maximal.
    Danach muss sich der Kundenbetrieb entscheiden, entweder übernehmen oder Ende der Beschäftigung, richtig ?
    Hat das einen Einfluss auf die Kündigung ? Oder bleibt dies beim alten ?
    Bitte erklärt mir das mal.

    1. Das heißt 18 Monate, maximal.
      – Das Gesetz sagt 18 Monate ab 01.04.2017. Ein Tarifvertrag z.b.die der IG Metall kann auch 48 Monate festlegen. Lesen Sie ihren Tarifvertrag bzw. Ihren Arbeitsvertrag.

      Danach muss sich der Kundenbetrieb entscheiden, entweder übernehmen oder Ende der Beschäftigung, richtig?
      – Was steht in ihrem Arbeitsvertrag? Wahrscheinlich unbefristet beschäftigt bei der Zeitarbeitsfirma. Beim Kundenbetrieb je nach Tarifvertrag 18 bis 48 Monate verliehen. Danach gehen Sie wieder zurück zur Zeitarbeitsfirma. Sie können nur aus betrieblichen Gründen von der Zeitarbeitsfirma gekündigt werden. Und das ist sehr schwierig durchzusetzen. Beschweren Sie sich bei der Arbeitsagentur oder gehen Sie bitte vor Gericht. Sie gewinnen immer, wenn Sie nachweisen können, dass ihre Stelle nach ihrer Kündigung wieder ausgeschrieben ist.

  43. Hallo bin als Industrielackierer in Zeitarbeit seid mai 2016 tätig. Ich hatte ein jahres vertrag der jetzt inzwichen wieder um ein jahr verlängert wurde. Mein Vorgesetzer meint aber zur mir das Equal Pay erst nach 15 Monaten bei uns eintritt also April 2017 danach 15 Monate bekomme ich equal pay aber habe überall gesehen das nach 9 Monaten steht und die meinen nicht 9 sondern 15monaten was ist denn jetzt richtig bitte um antwort Gruss Durmus

    1. Hallo Dumurus,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist möglich, dass Equal Pay erst nach dem 15. Monat der Überlassung erreicht wird, sofern ein Tarifvertrag vorliegt, in welchem Zuschläge für ZeitarbeitnehmerInnen geregelt sind und das Entgelt stufenweise angepasst wird. Nach 15 Monaten muss dann aber ein Arbeitsentgelt gezahlt werden, das vergleichbar mit dem der Stammmitarbeiter im Einsatzunternehmen ist.

  44. Scheiß Sklaventreiber!!!! Euch sollte man alle an die Wand stellen ihr Ausbeuter und Menschenschinder. Schämt euch, irgendwann geht es euch auch noch an den Kragen.

  45. Hallo,

    ich hätte da auch mal eine Frage und zwar.
    Beschränkt sich das Gesetz nur für Leiharbeiterfirmen die einen normalen Vertrag mit den einzelen Firmen haben, oder auch für die „Dienstleisungsfirmen“ die einen Werksvertrag mit den Firmen haben? Das 2tere trifft nämlich auf mich zu und unsere Chefs sagen das wir nichts mehr bekommen weil sie eben ein Werksvertrag mit der Firma haben.

    1. Das Gesetz bezieht sich nur auf Leiharbeit.
      Beim Werkvertrag dürfen Sie keine Anweisungen vom Kunden erhalten. Sie können andere Arbeitszeiten haben und müssen ihren Urlaub nur bei ihrem Chef (in der Zeitarbeitsfirma) beantragen. Meist handelt es sich dabei um verdeckte Leiharbeit. Fragen Sie beim Zoll-Schwarzarbeit nach. Evt. handelt es sich sogar um Steuerhinterziehung.

  46. Mein Vater ist nun 57 Jahre alt. Das heißt er hat noch ca 10 Jahre zu arbeiten und wird von keiner Firma übernommen werden. Als letzten der 7 Leiharbeiter hat man ihn dann heute beim Kundenunternehmen gekündigt. Er ist jetzt schon begeistert immer wieder 3 Monate beim Arbeitsamt verbringen zu dürfen bevor er dann ins das selbe Unternehmen zurückgeschickt wird.
    Es würde mich sehr interessieren wie viele Leiharbeiter auf Kosten der anderer wohl übernommen werden…

    1. Ihr Vater kann nicht vom Kundenunternehmen gekündigt werden.
      Ihr Vater wird durch eine Zeitarbeitsfirma beim Kundenunternehmen verliehen. Wenn keine Arbeit beim Kundenunternehmen vorhanden ist, geht Ihr Vater zurück zur Zeitarbeitsfirma und diese muss dafür sorgen, dass Ihr Vater Arbeit bekommt. Die Zeitarbeitsfirma kann Ihren Vater dann nur aus betrieblichen Gründen kündigen, was bei der Arbeitsagentur schwer durchsetzbar ist. Die Zeitarbeitsfirma trägt das unternehmerische Risiko. Nochmal: ist keine Arbeit da, muss Ihr Vater bei der Zeitarbeitsfirma 8 Std. sitzen und und auf Arbeit warten. Das Gehalt muss trotzdem gezahlt werden. Nur die Zeitarbeitsfirma kann Ihren Vater kündigen. Bitte reden Sie mit der Arbeitsagentur. Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu.

  47. Hallo ich bin in einer zeitfirma da wo ich momentan arbeite wollen mich übernemmen ich kündige in zeitfirma das ich in der Firma arbeite.kann mir die zeitfirma das verbiten ?

  48. was steht mir als Leiharbeiter eigentlich in den ersten 9 Monaten zu, bevor equal pay in Kraft tritt? Ich arbeite in einer Leiharbeitsfirma, die keinen Taifvertrag wie IGZ o.ä. angebunden ist. Ich bin in die Metallbranche verliehen. Mit Tarif würden mir Branchenzuschläge zustehen, aber ohne Tarif? Ist es wirklich so, daß ich 9 Monate nur den Mindestlohn bekomme? Dann kann ich ja von einer Entlassung spätestens nach 9 Monaten ausgehen.

  49. Hallo, ich hatte einen unbefristeten Vertrag im Juli 2017 bei einer Zeitarbeitsfirma bekommen. Ein paar Tage später rief man mich an, ich müsste nochmal kommen, da wäre ein Datum falsch im Vertrag. Ich kam hin und man legte mir einen befristeten Arbeitsvertrag hin für 9 Monate (wg. des neuen Leiharbeitergesetzes). Ich habe das so akzeptiert (leider) und später fiel mir ein, dass der wahre Grund ein anderer sehr wahrscheinlich ist. Ich bin 50 % schwerbehindert, was der Chefin wahrscheinlich erst später bei Durchsicht der Unterlagen auffiel, und man befürchtet, mich nicht wieder loszuwerden. Ist schon sehr traurig, wie mit Menschen umgegangen wird. So werde ich dann im April keinen Vertrag haben, muss 3 Monate fernbleiben und, wenn ich Glück habe, werde ich dann nochmal für 9 Monate eingestellt.

  50. Zeitarbeit hin, Zeitarbeit her. Die Ausbeutung geht schon mit der Ausbildung los. Günstig für Arbeitgeber,sehr schön,aber im Einzelhandel eine Unverschämtheit gegen diejenigen auf deren Rücken die Arbeitgeber sparen. Sucht man als ausgebildete Kraft eine Arbeit und hat dummerweise Kinder zu versorgen bekommt man sowieso keinen Arbeitsplatz im erlernten Beruf,mit dem man Haushalt,Kinder und Arbeit unter einem Hut bekommt. Wozu also noch sich ausbilden lassen.

    Aber zum Glück gibt’s ja Zeitarbeitsfirmen. Und die Gerechtigkeit gibt’s,man sehe es als amüsant an,wenn Ketten plötzlich wegen fehlenden Umsätzen schließen,durch welche es zu Hauf gelernte Kräfte gibt,die nie in ihrem Job gearbeitet haben.

    Hier sollte man was ändern:die Rente bemessen auf mindestens die Einnahmen was man gelernt hat und die privaten Versicherungsbeträge für Selbständige mindestens verdoppeln.

    Allen noch eine angenehme Zeit gewünscht,macht einfach weiter so wie es ist…lange hält unser System dem bestimmt nicht stand,da genügend Menschen trotz Arbeit Sozialleistungen erhalten müssen, während andere Gelder verschleudern oder im Ausland Bunkern, um unserem Steuersystem zu entgehen.

    Was ein Glück das Zeitarbeiter mit zu denjenigen gehören,die am wenigsten verlieren,wenn hier Mal alles wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Schön das die die oben sind,dann am tiefsten fallen.

  51. Ich möchte mal meine Situation als Leiher kurz darstellen. Der größte Teil der Belegschaft des Betriebes an den ich verliehen bin bekommt nur den allgemeinen Mindestlohn. Der Lohn der Leiharbeiter liegt ja schon höher (E1).Dann bekomme ich noch eine freiwillige Zulage des Chefs von 0,50 Cent/h weil ich einige Dinge im PC eingebe, wozu die anderen Kollegen nicht in der Lage sind und und die Einsatzzulage nach 9 Monaten erhalte ich auch noch. Was ich eigentlich sagen möchte, equal pay kommt für mich gar nicht in Frage da ich ja jetzt schon besser gestellt bin als die Stammbelegschaft. In diesem Jahr gehen noch 5 Kollegen in Rente.Seit einigen Monaten arbeiten auch schon Polen bei uns weil der Chef zu diesen Bedingungen keine Leute findet.Sollte es dazu kommen, dass er mich übernehmen möchte werde ich mich teuer verkaufen da ich ja von dem Arbeitskräftemangel weiss.

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