Was sich 2017 in der Lohnbuchhaltung ändert

von Prokontex Personalberatung in Blog 07/02/2017 1 Kommentar

Dass die Buchhaltung oft nicht zu den Lieblingsaufgaben von Unternehmern gehört, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Schließlich gilt es, eine Vielzahl von Bestimmungen zu beachten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein und am Ende des Geschäftsjahres keine Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen.

Doch damit nicht genug: Diese Bestimmungen ändern sich auch noch ständig, so dass man sich immer wieder neu informieren muss, um keine entscheidenden Fehler zu machen.

Die Lohnbuchhaltung macht dabei keine Ausnahme. Was sich seit Beginn des neuen Jahres in diesem Bereich geändert hat, haben wir hier kurz zusammengefasst.

Der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

Die meisten Arbeitgeber sind in einer gesetzlichen Krankenkasse verpflichtet. Die Beiträge, die dafür monatlich fällig werden, setzen sich aus dem Arbeitgeberanteil, dem Arbeitnehmeranteil und dem von der Höhe des Gehalts abhängigen Zusatzbeitrag zusammen.

Dieser Beitrag wird – im Gegensatz zu den anderen Komponenten – in jedem Jahr neu festgelegt, so also auch 2017. Wie genau diese Zusatzbeiträge nun aussehen, kann man auf der Seite des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen einsehen. Da der Zusatzbeitrag in diesem Jahr steigen wird, ist es im Bereich des Möglichen, dass die Kassen ihre Beiträge ebenfalls anheben.

Der Mindestlohn steigt an

Zum 1.1.2017 stieg der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € auf 8,84 € pro Stunde. Ausgenommen von dieser Regelung sind Land- und Forstwirtschaft, Fleischwirtschaft, Gartenbau sowie die ostdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie.

Die Beitragsbemessungsgrenze wird angehoben

Um Beiträge für Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung zu entrichten, ziehen Arbeitgeber einen gewissen Teil des Bruttogehalts ihrer Angestellten ab. Liegt dieses Bruttogehalt jedoch über der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze, so ist der darüber liegende Teil nicht mehr beitragspflichtig. Diese Grenzen werden ab 2017 wie folgt erhöht:

  • Krankenversicherung: Jetzt 52.000 € jährlich und 4350 € monatlich
  • Renten- und Arbeitslosenversicherung: 76.200 € jährlich und 6350 € monatlich in den alten, 68.400 € und 5700 € in den neuen Bundesländern

Ein neues Meldeverfahren wird getestet

Der Lohnnachweis, der bisher nur in Papierform an die gesetzlichen Unfallversicherungen übersandt wurde, wird nun zusätzlich auch elektronisch übermittelt. Sollte sich diese Verfahren als nutzenbringend herausstellen, wird die Papierform wohl Anfang 2019 endgültig der Vergangenheit angehören.

Die Lohnsteuergrenze für die vierteljährliche Abgabe wird erhöht

Arbeitgeber, die im Vorjahr zwischen 1080 € und 4000 € an Lohnsteuer für ihre Angestellten abgeführt hatten, mussten bisher alle drei Monate eine Lohnsteueranmeldung abgeben. Die Obergrenze steigt ab diesem Jahr auf 5000 €.

Die Sachbezugswerte für Verpflegung steigen

Diese Werte erhöhen sich 2017 folgendermaßen:

  • Frühstück: Ab jetzt 1,70 € pro Tag
  • Mittag- und Abendessen: 3,17 € pro Tag

Die Bezugswerte für Unterkünfte bleiben hingegen unverändert.

Hilfe beim Umgang mit den Neuerungen

All diese Neuerungen müssen bei der Lohnabrechnung berücksichtigt werden, damit die Bücher am Ende des Jahres stimmen. Besonders deswegen empfiehlt es sich, die Lohnbuchhaltung mit Hilfe einer speziellen Software zu bearbeiten, wie sie unter anderem der Freiburger Entwickler Lexware anbietet.

Diese praktischen Programme sind nicht nur darauf ausgelegt, dass auch in der Buchhaltung unerfahrene Unternehmer ihre Gehälter stets korrekt und pünktlich abrechnen können, sondern werden auch immer wieder automatisch aktualisiert. So berücksichtigen sie stets die aktuelle Gesetzeslage.

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1 Meinung zu “Was sich 2017 in der Lohnbuchhaltung ändert”

  1. ist das vom gesetzgeber geregelt wenn im arbeitsvertrag steht das es am 20sten geld gibt aber am 20sten kein geld auf seinem konto hat von seiner firma das ist meine frage

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