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INITIATIVBEWERBUNG

Im falschen Job tätig – Jobwechsel oder nicht?

T. Schmidt
Falscher Job – Jobwechsel

„Irgendwie hatte ich mir das ganz anders vorgestellt“, so oder ähnlich denkt manch ein Berufseinsteiger, nachdem er das Studium erfolgreich absolviert und sich anschließend beworben hatte. Der Einstieg beim Wunschunternehmen ging mit vollem Elan daher – und dann das: Der Zauber der ersten Anstellung ist völlig verflogen und alles was noch bleibt ist völlige Frustration und Ratlosigkeit und man denkt über einen Jobwechsel nach. Aber wie kann es weitergehen, wenn man sich im völlig falschen Job wiederfindet? Kaum einer möchte nach nur wenigen Monaten schon wieder kündigen, denn im Lebenslauf macht sich so ein schneller Wechsel sicherlich nicht gerade sehr gut. Nicht selten ist der Chef ein Teil dieses Problems und aus diesem Grund spricht man dieses Dilemma natürlich auch dann nicht direkt beim Vorgesetzten an. Nichtsdestotrotz ist es jetzt besonders wichtig, etwas zu unternehmen.

Wie kann es überhaupt dazu kommen?

Die Atmosphäre im Büro entspricht der Kälte eines Eisfaches, Ihre eigenen Vorstellungen bezüglich der zugeteilten Aufgaben waren komplett anders, das Büro taugt Ihnen einfach überhaupt nicht und noch zudem hat sich der Chef nach und nach unsympathischer entwickelt. Irgendwie hatten Sie einen komplett anderen Eindruck, als Sie hier zum Vorstellungsgespräch erschienen waren.

Tatsache ist: Zahlreiche Gründe können dafür verantwortlich sein, wieso Sie bereits nach kurzer Zeit unter Umständen das Gefühl beschleicht, sich den falschen Job ausgesucht zu haben. Aber wieso haben Sie das nicht eher bemerkt – VOR Unterschreiben des Arbeitsvertrages?!

Sie haben sich selbst unter Druck gesetzt

Wer bereits ohne Job ist, möchte diesen Zustand selbstverständlich schnellstmöglich ändern. Somit steigt der selbst hervorgerufene Druck, je länger die Jobsuche dauert. Wer unzufrieden im alten Job ist, macht sich ebenso unendlich viel Druck, um möglichst schnell neu durchstarten zu können.

Das Risiko im falschen Job zu enden steigt mit jeder Bewerbung, die eventuell nicht so zielgerichtet vonstattenging, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Vermeiden Sie deshalb aus lauter Frust oder Panik das Versenden von Bewerbungen auf alle möglichen Positionen nur in der Hoffnung, letztendlich irgendwo genommen zu werden.

Sie hatten die rosafarbene Brille auf

Manchmal ist es einfach mehr Schein als Sein und somit sehen Sie unter Umständen wirklich nur das, was Sie sehen möchten. Hinzu kommt ein Angebot, welches auf den ersten Blick vielversprechend zu sein scheint. Da kann man schon mal, ohne weiter darüber nachzudenken zuschlagen. Eventuell hätten Sie sich aber weitere Informationen einholen sollen…

Der Frust stellt sich dann ganz schnell von alleine ein, wenn Sie feststellen, dass vieles nicht den eigenen Vorstellungen im Joballtag entspricht.

Nicht aufs Bauchgefühl gehört

Sie hatten zwar ein ungutes Gefühl bezüglich des Jobs, aber ohne ersichtlichen Grund, haben Sie nicht auf Ihr Bauchgefühl hören wollen. Dies hat sich im Nachhinein nun als großer Fehler herausgestellt. Manchmal verdrängt unsere bewusste Wahrnehmung Dinge, vor die uns unser Unterbewusstsein warnen möchte.

Auch wenn vor allem am Anfang Enttäuschung und Frust über einen falschen Job tief sitzen, bietet sich Ihnen nun die Chance, einiges aus dieser Situation lernen zu können.

Was sollten Sie daraus lernen?

Langfristig gilt es natürlich eine Position und einen Arbeitgeber zu finden, bei denen Sie sich gut aufgehoben fühlen. Meistenteils ist das jedoch nicht die erste Stelle, sodass Sie Jobs auch als Zwischenstationen zu Ihrem Ziel sehen sollten, an deren Ende hoffentlich Ihr Traumjob auf Sie wartet.

Folgende Dinge sollten Sie beachten:

Das erstbeste Angebot ist oft nicht das Beste

Bevor Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber zusagen, fragen Sie sich, ob die neue Position tatsächlich eine gute Wahl ist. Auch wenn es von Antrieb und Motivation zeugt, wenn Sie sich bemühen, schnellstmöglich einen neuen Job zu finden, bringt es leider gar nichts, wenn sich dieser als ungeeignet herausstellt. Ein neuer Job bringt Ihnen nichts, wenn Sie trotz des zusätzlichen Geldes unglücklich sind.

Folgende zwei Erfahrungswerte kann Ihnen nun niemand mehr nehmen:

  1. Sie erfahren, was Sie persönlich von Ihrem neuen Job erwarten!
  2. Sie merken, dass es immer weiter geht!

Was nun? Tipps, wie es schnell wieder bergauf geht

Jetzt gilt es, die Initiative zu ergreifen! Wenn Sie bereits merken, dass etwas nicht stimmt und es einfach nicht optimal läuft, dann ist der Anfang schon mal getan. Manch einer hängt jahre- oder noch schlimmer, sogar jahrzehntelang im ungeliebten Job fest und trägt am Ende sogar gesundheitliche Konsequenzen davon. Schlimmer geht es dann wirklich nicht mehr!

Resignation ist hier das schlimmste, was Ihnen passieren kann. Die Leistungen werden immer schlechter und Sie verlieren jeglichen Antrieb und jegliche Motivation.

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Chef

Zeigen Sie Eigeninitiative. Möglicherweise haben Sie dann das Problem erkannt und vielleicht auch gleich wieder verbannt. Unter Umständen hat Ihr Chef nämlich eine ganz andere Lösung, auf die Sie so gar nicht gekommen wären. Offene Gespräche wirken manchmal tatsächlich Wunder.

Eigenanalyse

Eventuell stellen Sie fest, dass nicht der Beruf das Problem ist, sondern einzig der Arbeitgeber bzw. die Firma. Auch das ist nicht schlimm und kommt öfter vor, als Sie vermuten werden. Jetzt gilt es, keine Zeit zu vergeuden und sich neu zu orientieren. Was genau hat Ihnen nicht zugesagt? Was wäre die Alternative und was genau muss der neue Job bieten?

Gute Gründe finden

Unter Umständen haben Sie festgestellt, dass Sie im bisherigen Job bleiben möchten, um sich weiterzuentwickeln und nach einer gewissen Zeit erst wechseln werden. Alternativ kann die Lösung aber auch eine Kündigung mit einem neuen Arbeitgeber sein. Dies ist keineswegs als Makel im Lebenslauf anzusehen, denn Dank Ihrer gründlichen Analyse, haben Sie die richtigen Beweggründe immer parat. Was sich anfangs als Fehler anfühlte, stellt sich im Nachhinein umso klarer dar und kein Arbeitgeber wird Sie dafür verurteilen!

Stets gilt deshalb:


  • Ändern Sie etwas an der bestehenden Situation

oder


  • Freunden Sie sich mit der Situation an

oder


  • Ziehen Sie etwas ganz neues in Erwägung

Wichtig ist nur, dass Sie überhaupt eine Entscheidung treffen und auf gar keinen Fall resignieren, denn nur dann können Sie sich auch wirklich weiterentwickeln.

Schicken Sie uns einfach Ihre Initiativbewerbung und wer weiß, vielleicht sind Sie schneller in Ihrem Traumjob tätig, als Sie glauben!